Wichtige Hinweise
Bevor Sie mit dem Projekt beginnen, sollten Sie sich Zeit nehmen und diese Hinweise lesen, um die häufigsten Fehler zu vermeiden. Versuchen Sie erst zu verstehen, wie der Windsensor aufgebaut ist und wie er funktioniert, bevor Sie loslegen. Benutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten bei Fragen und Unklarheiten. So werden Sie Ihr Projekt erfolgreich umsetzen können.
Tipp
Als Filament für die 3D-Teile eignet sich PETG hervorragend. Es hat eine höhere Temperaturstabilität als PLA und lässt sich ähnlich gut verarbeiten. Achten Sie darauf keine dunklen Filamente zu verwenden, da sich durch Sonneneinwirkung der Windsensor sehr stark aufheizen kann und der Kunststoff weich wird. Die Formstabilität ist nur bis 70°C bei PETG gegeben. Weiße Filamente haben sich als geeignet herausgestellt. Schwarze PETG-Filamente sind hingegen ungeeignet. Wenn Sie unbedingt einen schwarzen Windsensor bauen wollen, dann benutzen Sie am besten ABS. Der Druck ist aber etwas komplizierter als bei PETG und erfordert Erfahrung im Umgang mit ABS. Beachten Sie, dass die 3D-Druckteile je nach verwendeten Drucker nicht ganz maßhaltig sein können und etwas Nacharbeit benötigen. Prüfen Sie an Musterteilen die Maßhaltigkeit ihrer Drucke, bevor Sie mit dem Drucken beginnen. Bei den meisten Druckern lässt sich die Maßhaltigkeit durch Korrekturfaktoren für X,Y und Z verbessern.
Wichtig
Die gedruckten Teile des Windsensors sind nicht wasserdicht und müssen nachträglich lackiert werden. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass Wasser in den Windsensor eindringt und die Elektronik beschädigt. Als Lack kann nicht ein gewöhnlicher Lack verwendet werden, da der Lack nicht auf Kunststoffteilen haftet. Der in der Bauteilliste aufgeführte Lack ist speziell für eine direkte Kunststoffbeschichtung ohne Vorbehandlung geeignet. Er lässt sich gut verarbeiten und erzielt ein gutes Lackierergebnis. Wenn Sie alternative Lacke verwenden, prüfen Sie vorher die Eignung an Testobjekten bevor Sie den Windsensor lackieren.
Warnung
Beachten Sie, dass der verwendete Kleber eine bestimmte Restelastizität haben muss, um die Ausdehnung oder Schrumpfung unterschiedlicher Bauteile bei Temperaturänderungen ausgleichen zu können. Immerhin können Temperaturänderungen von ca. 100°C (-10 … 90°C) zwischen Sommer und Winter auftreten und dadurch Klebeverbindungen brechen.
Tipp
Wenn Sie wenig Erfahrung mit SMD-Elektronik haben, kaufen Sie eine bestückte und programmierte Platine. Das erspart Ihnen viel Zeit und Mühe bei der Fehlersuche.
Gefahr
Sollten Sie die Elektronik selber programmieren wollen, so achten Sie darauf einen USB-Seriell-Wandler mit 3,3V TTL-Signalpegel zu benutzen. Wandler mit 5V TTL-Pegel sind ungeeignet und können die Elektronik zerstören. Grundsätzlich sollten Sie vorsichtig mit der Elektronik umgehen und nicht ungewollt mit Metallteilen in Berührung bringen. Dies kann zu Kurzschlüssen führen und die Elektronik beschädigen. Achten Sie auch darauf, nicht elektrostatisch aufgeladen zu sein. Besonders im Winter bei geringer Luftfeuchte besteht die Gefahr. Sie können sich vor der Arbeit an der Elektronik an einer metallischen Wasserleitung oder einem Heizungsrohr entladen.